BIVA e.V.
BIVA - Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
lesen Sie in dieser Ausgabe:

Gewinn um jeden Preis? Rendite in der Pflege
Entgelterhöhung: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist (manchmal) besser
Datenschutz vs. Mitwirkung im Pflegeheim
Krankenkassen müssen schnell über Leistungsanträge entscheiden
Pflegepersonal-Stärkungsgesetz verabschiedet
Spahn will digitales Rezept bis 2020
Was halten Sie von Robotern im Haushalt?
NRW: Mehr Geld für Altenpflegeschüler
Online-Umfrage: Normen im demographischen Wandel
Hilfe im Umgang mit verhaltensauffälligen Bewohnern
Integration geht durch den Magen
Praxisleitfaden: Recht auf Selbstbestimmung in der Pflege
BIVA-Broschüre: Noch kostenlose Exemplare!
Das besondere Thema

Gewinn um jeden Preis? Rendite in der Pflege

In der Pflege geht es um viel Geld. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es 2015 rund 2,9 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland, Tendenz steigend. Wir werden in Deutschland immer älter und die Medizin macht weitere Fortschritte in der Lebenserhaltung. Es ist also kein Wunder, dass Pflege längst zu einem Wirtschaftsfaktor geworden ist. Dies birgt jedoch Probleme. Gerade in der letzten Zeit sind einige Pflegeskandale und Machenschaften von auf Abrechnungsbetrug ausgerichteten ambulanten Pflegediensten öffentlich geworden. Fehlende Transparenz, die unzureichende Ahndung von Qualitätsmängeln und der fehlende Wettbewerb im Pflegesektor verschärfen zusätzlich die prekäre Situation. mehr
Aus unserer Beratungsarbeit

Entgelterhöhung: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist (manchmal) besser

Derzeit werden wieder zahlreiche Beratungs-Anfragen zum Thema „Entgelterhöhung“ gestellt. Dies ist gerade zum Jahreswechsel typisch, weil viele Einrichtungen im Jahresrhythmus in Entgeltverhandlungen gehen. Aufgefallen sind dabei aber zwei besondere Fallkonstellationen: Zum einen gibt es immer wieder nachträgliche Erhöhungen im Bereich der Investitionskosten. Hier sollte der Verbraucher genau aufpassen, ob und wie die Erhöhung in der Vergangenheit angekündigt wurde. Zum anderen hatten wir mehrere Fälle, in denen Kosten geltend gemacht wurden, die so im Voraus gar nicht verhandelt bzw. entschieden worden sind. mehr
Praxistipps für Bewohnervertretungen

Datenschutz vs. Mitwirkung im Pflegeheim

Bewohnervertretungen in Einrichtungen haben nach den Regelungen der Landesheimgesetze zahlreiche und vielfältige Aufgaben. Lediglich an der Umsetzung hapert es manchmal. Ein häufiger Grund für die Behinderung der wichtigen Arbeit von Bewohnervertretern liegt im Konflikt zwischen Datenschutz und den Mitwirkungsrechten der Bewohnervertretung. Datenschutz ist spätestens seit Mai 2018 in aller Munde und ruft viel Unsicherheit hervor, manchmal auch unbegründet. Dies führt mitunter dazu, dass die Rechte der Bewohnervertretungen regelrecht ausgehebelt werden. Diese Unterbindung sehen die Heimgesetze der Länder aber gerade nicht vor. mehr
Urteile
BIVA - Urteile

Krankenkassen müssen schnell über Leistungsanträge entscheiden

Krankenkassen müssen innerhalb von drei Wochen über den Antrag eines Versicherten auf Kostenübernahme für eine Behandlung entscheiden. Wenn noch das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) eingeholt werden muss, ist die Entscheidung innerhalb von fünf Wochen zu treffen. Werden diese Fristen nicht eingehalten, gilt der Antrag auf Kostenübernahme als genehmigt. Die Krankenkasse muss in diesem Fall die Kosten der Behandlung übernehmen. Dies entschied das Bundessozialgericht in zwei Fällen am 24.04. und 06.11.2018. mehr

Aus der Presse

Pflegepersonal-Stärkungsgesetz verabschiedet

Der Bundestag hat das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) verabschiedet. Während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der SPD-Vize-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach das PpSG als aus ihrer Sicht wichtigste Reform in der Pflege seit 15 Jahren begrüßen, üben Opposition, Gewerkschaften und Altenpflegeverbände Kritik an den geplanten Maßnahmen: Das PpSG verstärke die ungleiche Bezahlung in Kranken- und Altenpflege und vernachlässige zudem die ambulante Pflege und die Pflege in Reha-Kliniken. Kritisch zu bewerten sei auch, dass die im PpSG vorgesehenen 13.000 neuen Stellen unter bestimmten Voraussetzungen auch mit Pflegehilfskräften besetzt werden dürften. Es müsse sichergestellt werden, dass das Pflegepersonal ausreichend qualifiziert ist.

Spahn will digitales Rezept bis 2020

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant eine Gesetzesänderung, damit Arzneimittelrezepte künftig nach einer Videosprechstunde digital ausgefertigt werden können. Bisher dürfen Ärzte Patienten in einer Videosprechstunde lediglich beraten. Erst das elektronische Rezept mache Telemedizin zu einem Erfolgsprojekt und könne – vor allem auf dem Land und außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten - Ärzten und Patienten Zeit und Wege ersparen, so Spahn gegenüber der FAZ. Die Gesetzesänderung soll spätestens 2020 in Kraft treten.

Was halten Sie von Robotern im Haushalt?

In Deutschland haben wir immer mehr Pflegebedürftige aber gleichzeitig immer weniger Pflegekräfte. Die Forschung sieht die Robotik als eine Möglichkeit, diesen Mangel auszugleichen. Wie aber ist es um die Akzeptanz von künstlichen Helfern in der Bevölkerung bestellt? Könnten Sie sich vorstellen, einen Roboter im Haushalt zu verwenden? Wie kann man Technologien effektiver nutzen, um die Lage Pflegebedürftiger langfristig zu verbessern und welche Kenntnisse müssten Betroffene dafür erwerben? Diesen und ähnlichen Fragen geht die Universität Paderborn in ihrer Studie „Orient“ nach. Interessierte sind herzlich eingeladen, zur Unterstützung der Studie einen Fragebogen auszufüllen. Zum Fragebogen

NRW: Mehr Geld für Altenpflegeschüler

Nordrhein-Westfalen erhöht die Schulkostenpauschale für Altenpflegeschüler. Dies hat der Düsseldorfer Landtag einstimmig beschlossen. Die Schulkostenpauschale wird im Landeshaushalt 2019 um 100 Euro auf monatlich 380 Euro pro Kopf erhöht. Somit wird das Land 2019 die Altenpflegeausbildung mit insgesamt 85,5 Millionen unterstützen.

Online-Umfrage: Normen im demographischen Wandel

Das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres), IZT (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung ) und ITAS (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse ) führen in Kooperation mit Partnern aus der Praxis (BAGSO, Caritas und Diakonie) eine Onlinebefragung durch, um zu erforschen, wie sich Normen und Werte im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit sowie Gerechtigkeit und Solidarität verändern. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.
Aktuell werden noch Teilnehmer gesucht. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 10 Minuten. Hier geht es zur Online-Umfrage.

Veranstaltungstipps und Veröffentlichungen
Pflege von betagten Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten

Hilfe im Umgang mit verhaltensauffälligen Bewohnern

Theres Bausch-Walthers praxisbezogener Ratgeber hilft Pflegenden im Umgang mit verhaltensauffälligen Bewohnerinnen und Bewohnern. Kern des aus zwölf Schwerpunkten bestehenden Konzeptes ist das Erkennen und Berücksichtigen der Bedürfnisse, die sich hinter den Auffälligkeiten verbergen. „Pflege von betagten Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten“ wird durch den Kohlhammer Verlag herausgegeben.
Taschenbuch, 156 Seiten / ISBN-13: 978-3170338005

Integration geht durch den Magen

Mit ihrem internationalen Kochbuch „Yes, we cook!“ trägt die Münchenstift GmbH der kulturellen Vielfalt in ihren Pflegeeinrichtungen Rechnung. Die Anpassung des Speisenangebots ist ein wichtiger Bereich der interkulturellen Pflege. Regionaltypische Speisen und Gerichte aktivieren Erinnerungen und schaffen ein Gefühl von Vertrautheit und Heimat. Das Kochbuch stellt 31 Rezepte aus der ganzen Welt vor: Ob Französische Apfel-Tarte, peruanisches Arroz con Pollo oder indisches Hackfleischcurry – „Yes, we cook!“ bietet für jeden Feinschmecker das passende Gericht und sorgt für viel Abwechslung im Heimalltag. Das Kochbuch steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Praxisleitfaden: Recht auf Selbstbestimmung in der Pflege

Wann endet das Recht auf Selbstbestimmung? Was muss in solchen Fällen beachtet werden? Welche Alternativen zu bewegungs- und freiheitseinschränkenden Maßnahmen gibt es? Der Praxisleitfaden „Bewegungs- und freiheitsbeschränkende Maßnahmen vermeiden – Das Recht auf Selbstbestimmung in Pflege und Betreuung“ ist unter Mitwirkung der BIVA-Regionalbeauftragten Sabine Hindrichs im Walhalla-Verlag erschienen. Zahlreiche Illustrationen, ausführliche Erklärungen und eine übersichtliche Gestaltung machen den Leitfaden zum informativen, leicht verständlichen Begleiter für Betroffene, Angehörige und Pflegende. ISBN 978-3-8029-7566-0 Bestellmöglichkeit und Leseprobe

BIVA-Intern

BIVA-Broschüre: Noch kostenlose Exemplare!

Die BIVA-Broschüre „Mitwirken und Mitbestimmen in NRW – Ein Handbuch für Bewohnervertretungen in betreuten Wohnformen“ wurde mit Unterstützung des Landes NRW entwickelt. Dank der Förderung durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales können wir Ihnen aktuell noch kostenlose Druckexemplare zur Verfügung stellen. Sie können die Broschüre jetzt unter www.biva.de/bestellung-mitwirkung-nrw/ bestellen.
Mit freundlichen Grüßen

Ihr BIVA-Team


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