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Die Corona-Pandemie stellt in den Augen Vieler eine nie dagewesene Bedrohung dar. Im Vergleich mit früheren Pandemien zeigen sich Unterschiede und Parallelen: Einerseits haben wir heute viel bessere medizinische und hygienische Kenntnisse im Kampf gegen das Virus, andererseits begünstigt die Globalisierung eine rasante weltweite Ausbreitung.
Aktuell müssen wir uns fragen, ob wir in den vergangenen Monaten neben den professionellen Schutzmaßnahmen auch jederzeit Menschlichkeit und Verhältnismäßigkeit haben walten lassen. Angesichts der zahlreichen Schilderungen von negativen Auswirkungen der Isolierung von Pflegeheimbewohnern verneint der BIVA-Pflegeschutzbund dies und fordert von den Verantwortlichen sachgerechte Konzepte für die Zukunft. Die BIVA hat dazu ein Positionspapier mit zehn Forderungen veröffentlicht.
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Für Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner ist es oft schwierig, vor Ort regelmäßige ärztliche Versorgung zu erhalten. Wenn es einen Hausarzt gibt, der in das Pflegeheim kommt, ist die Informationsweitergabe zwischen Arzt und Pflegepersonal auf der einen und Bewohner bzw. Angehörigen auf der anderen Seite oft problematisch. Beispiele aus der BIVA-Beratungspraxis sind Medikamentenänderungen und sogar eine Impfung ohne Einwilligung.
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Die pflegebedürftigen Kläger in drei Fällen wurden in einer ambulanten Wohnform – einer Wohngemeinschaft – versorgt. Nachdem die zuständigen Pflegekassen die Zahlung des Wohngruppenzuschlags nach § 38 a SGB XI abgelehnt hatten, klagten die Betroffenen vor dem Landessozialgericht. Hier wurden die Klagen abgewiesen, aber das daraufhin angerufene Bundessozialgericht gab den Klägern Recht und hob die Urteile auf.
Urteile des Bundessozialgerichts vom 10.09.2020, Aktenzeichen B 3 P 2/19, B 3 P 3/19, B 3 P 1/20
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Im Oktober starten wieder die persönlichen Pflegebegutachtungen und die Qualitätsregelprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Beides war zum Schutz vor Corona-Infektionen seit Mitte März ausgesetzt. Die Wiederaufnahme erfolgt nun unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen.
Eine Einschätzung aus Verbrauchersicht erschien kürzlich bei
Spiegel online.
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Zum Tag der Patientensicherheit am 17. September 2020 forderte die BAGSO-Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“, Betroffenenorganisationen bei der Einführung des elektronischen Medikationsplans zu beteiligen. Denn nur wenn die elektronische Speicherung der Medikation von den Betroffenen angenommen wird, kann er künftig zur Patientensicherheit beitragen. Weitere Informationen unter
www.medikationsplan-schafft-ueberblick.de/
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Gute Nachrichten für pflegende Angehörige: Die Akuthilfen in der Corona-Krise werden bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Ein entsprechender Entwurf für ein Krankenhauszukunftsgesetz wurde am 2. September 2020 durch das Bundeskabinett beschlossen. Wer Corona-bedingt Angehörige pflegt und erwerbstägig ist, kann also auch weiterhin bis zu 20 Arbeitstage pro Akutfall der Arbeit fernbleiben. Auch das Pflegeunterstützungsgeld wird für diese Zeit verlängert.
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Das Nationale Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bietet fachlich gesicherte Gesundheitsinformationen für Verbraucher. Der Online-Service, der nun im Probebetrieb ist, bietet vor allem unabhängige Informationen zu Krankheiten und eine Suchfunktion für Krankenhäuser und Ärzte, aber auch Expertenartikel zu Ernährung und Bewegung, Pflege, Prävention und Digitalisierung des Gesundheitssystems.
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Die Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) führt aktuell drei Online-Befragungen durch, die im Zusammenhang mit den Herausforderungen durch das Corona-Virus stehen. Sie dauern jeweils höchstens sechs Minuten und behandeln die Themen Alltagsmobilität, psychische Gesundheit und die Situation von Menschen mit Behinderung. Interessierte können sich beteiligen unter
https://enketo.hs-gesundheit.de/preview/::4TXwiw16
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Eine Studie des Deutschen Zentrums für Neurogenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universitätsmedizin Greifswald zur Verteilung von Demenzerkrankten in Deutschland zeigt große regionale Unterschiede: Infolge der Altersstruktur ist in vielen östlichen Landkreisen der Anteil von Menschen mit Demenz an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich hoch. Das gilt auch für einige Gebiete im Norden, mittleren Südwesten und Süden der Bundesrepublik. Fazit: Die Versorgungsplanung muss sich nach der örtlichen Situation richten.
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„Abstand heißt Einsamkeit“, so der Titel einer Petition, die in Bayern die Abstandsregelung von Pflegeheimbewohnern ändern möchte. Aktuell ist es so, dass alle Personen in Seniorenheimen voneinander einen Mindestabstand von 1,5 m einhalten müssen, sowohl untereinander, als auch zu Besuchern und Mitarbeitern. Dieser Zustand führe zu Einsamkeit und Isolation. Gefordert wird daher, dass die Bewohner eines Wohnbereichs vom Abstandsgebot von 1,5 m zueinander befreit werden, so lange kein konkreter Covid-19-Fall auf dem Wohnbereich ist.
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Seit Beginn der Corona-Pandemie im März hat es sich der BIVA-Pflegeschutzbund zur Aufgabe gemacht, die Besuchseinschränkungen in stationären Einrichtungen kritisch zu beobachten. Dabei behalten wir nicht nur die unterschiedlichen Verordnungen in den einzelnen Bundesländern und deren Umsetzung im Blick, sondern auch die persönlichen Erfahrungen von Betroffenen vor Ort.
Helfen Sie uns dabei, indem Sie uns in einer neuen, kurzen Umfrage Ihre Erfahrungen schildern.
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Die Corona-Krise hat negative Auswirkungen auf unser Bild von älteren Menschen, die oftmals vor allem als Risikogruppe wahrgenommen werden. Vor diesem gefährlichen Rückschritt in veraltete Stereotype warnen sowohl der BIVA-Pflegeschutzbund als auch die BAGSO anlässlich des Internationalen Tags der älteren Generation.
Pressemeldung des BIVA-Pflegeschutzbundes
Pressemeldung der BAGSO
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