Dienstag, 07. Januar 2014

Wer übernimmt die Kosten für eine Diät?

Das kommt darauf an, um was für eine Form von Diät es sich handelt und ob diese ärztlich verordnet wurde. Eine Diät bedeutet, eine kurzfristige Veränderung der Ernährungsform zur Gewichtsreduktion (Reduktionsdiät) oder eine längerfristige oder dauerhafte Ernährungsumstellung zur unterstützenden Behandlung einer Krankheit (Krankenkost). Wurde die Diät von einem Arzt verordnet und ist das Diätmittel als Heil- oder Arzneimittel eingeordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. In den meisten Fällen wird dies jedoch nicht der Fall sein. Heilmittel, die von der Krankenkasse übernommen werden, sind im Sinne von § 32 SGB V alle ärztlich verordneten Dienstleistungen, die einem Heilzweck dienen oder einen Heilerfolg sichern und nur von entsprechend ausgebildeten Personen erbracht werden dürfen. Fehlt einem Mittel die erforderliche arzneimittelrechtliche Zulassung, dürfte es schon deswegen nicht von den Krankenkassen als Krankenbehandlung nach § 27 Abs 1 SGB V anerkannt werden. Unter Arzneimittel sind nach § 2 Abs 1 Nr 1 Arzneimittelgesetz (AMG) u.a. solche Substanzen zu verstehen, die gerade dazu bestimmt sind, durch ihre Anwendung am oder im menschlichen Körper, Krankheitszustände zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen. Da eine diätetische Kost in der Regel nicht unter diese Rubriken fallen wird, werden die Kosten nicht von der Krankenkasse erstattet, sondern sind von den Bewohnern selbst zu tragen, wenn sie nicht bereits durch das Entgelt für die Verpflegung abgedeckt sind. Einzelheiten erfahren Sie auch in dem Beratungsthema Besondere Ernährung.