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100 Heimbeiräte in NRW werden von der BIVA geschult

Swisttal. Wer seine Rechte nicht kennt, kann sie nicht wahrnehmen. Deshalb brauchen Bewohnerbeiräte in Senioreneinrichtungen Schulungen, um ihre gesetzlichen Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte tatsächlich einfordern und umsetzen zu können. Zum dritten Mal schult jetzt die Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungseinrichtungen im Alter und bei Behinderung (BIVA e.V.) im Auftrag des nordrheinwestfälischen Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) einhundert Heimbeiräte in NRW.

In den Heimgesetzen der Bundesländer kommt den Heimbeiräten eine Schlüsselrolle in der Qualitätskontrolle der Altenheime und Pflegeeinrichtungen zu. Sie sollen die  Interessen und Rechte der Heimbewohner gegenüber der Leitung und des Betreibers der jeweiligen Einrichtung vertreten. Den Heimbeiräten stehen wichtige Mitwirkungsrechte und teilweise auch echte Mitbestimmungsrechte zu. Zum Beispiel müssen bei allen Fragen der Entgelterhöhung die Heimbeiräte einbezogen werden.

Die Heimbeiräte bestehen vornehmlich aus Heimbewohnern. Doch aufgrund des immer älter werdenden Bewohnerkreises und der damit oftmals verbundenen gesundheitlichen Schwäche, werden Heimbeiräte zunehmend mit engagierten Angehörigen oder ehrenamtlich tätigen Vertrauenspersonen von außen ergänzt.

Sie alle benötigen Schulungen, um für die verantwortungsvolle Beiratsarbeit fit gemacht zu werden. Bei den jetzt angelaufenen zweitägigen BIVA-Schulungen, die von erfahrenen Juristen durchgeführt werden, stehen die typischen Problemfelder aus dem Heimalltag im Mittelpunkt. Außerdem werden die Teilnehmer von Psychologen im Rahmen eines Kommunikationstrainings darauf vorbereitet, ihre Mitwirkungsrechte selbstbewusst gegenüber der Heimleitung und dem Betreiber durchzusetzen.

„Leider werden viel zu wenig Schulungen angeboten, um wirklich alle Heimbeiräte in Deutschland zu fachkundigen  Interessenvertretern zu machen“, bedauert Dr. Manfred Stegger, Vorsitzender der BIVA, die aktuelle Situation. „Von rund zehntausend Personen allein in NRW, die in Heimbeiräten aktiv sind, werden im Rahmen des jetzigen Programms nur ein Prozent geschult“, sagt Stegger. Diese Zahlen machten deutlich, dass es hier noch viel zu tun gibt.

Zugleich würdigt er die Bemühungen der NRW Landesregierung, die mit den jetzt angelaufenen Schulungen ein richtiges Zeichen setze und durch konkretes Handeln dem Mangel entgegentrete.

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Die BIVA ist ein unabhängiger Selbsthilfeverband, der sich seit 1974 für die Stärkung der Rechte der Bewohnerinnen und Bewohner aller Heimarten und Wohnformen einsetzt. Sie ist bis heute die einzige bundesweite Interessenvertretung für Menschen, die Wohn- und Betreuungsangebote im Alter und bei Behinderung in Anspruch nehmen.

 

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