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BIVA-Pflegeschutzbund kritisiert Besuchseinschränkungen ‚durch die Hintertür‘

Bonn. Unzureichende Testangebote in Pflegeeinrichtungen führen vielerorts zu Besuchseinschränkungen ‚durch die Hintertür‘, kritisiert der BIVA Pflegeschutzbund. Die Umsetzung der bundesweit seit dem 24. November geltenden Corona-Testpflicht in Pflegeheimen ist oft mangelhaft, erfahren aktuell die BIVA-Rechtsberater:innen. Grundsätzlich begrüßt der Pflegeschutzbund diese neue Regelung. Vielerorts fehlen aber die Testangebote noch gänzlich. Oder Berufstätige werden durch eingeschränkte Testzeiten unter der Woche an einem Besuch gehindert. Beklagt werden durch Angehörige auch fehlende Testangebote am Wochenende und die Weigerung Testzertifikate auszustellen. „Damit werden die Bewohner erneut de facto teilweise isoliert“, beklagt Dr. Manfred Stegger, Vorsitzender des BIVA-Pflegeschutzbundes. Über die schweren körperlichen und seelischen Folgen hat der BIVA-Pflegeschutzbund schon vielfach berichtet.

Besucher werden offenbar von manchen Einrichtungen als lästig empfunden, so die Einschätzung Steggers. Mit zusätzlichen Kosten oder fehlendem Personal sei die Besuchsbehinderung jedenfalls nicht zu erklären. Die Bereitstellung von ausreichenden Testangeboten werde den Einrichtungen über den Corona-Rettungsschirm finanziell erstattet. Pflegepersonal müsse für diese Arbeit nicht eingesetzt werden; geschultes Aushilfspersonal könne die Tests durchführen und auch offizielle Testzertifikate ausstellen. Der damit verbundene Aufwand sei jeder Einrichtung zuzumuten und gehöre zu einem verantwortungsvollen Betreuungsangebot. „Da die regelmäßigen Testungen uns die nächsten Monate begleiten werden, müssen sich bereits jetzt alle Heime darauf einstellen, auch im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage“, fordert Stegger.

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