Pflegeschutzbund e. V.

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Thüringer Landesheimgesetz sieht Frauenbeauftragte vor

Im Rahmen der Mitwirkungsbefugnisse der Bewohner hat Thüringen in seinem am 10.06.2014 erlassenen Heimgesetz unter § 7 „Mitwirkung“ auch den Einsatz einer Frauenbeauftragten geregelt. Diese soll Ansprechpartnerin und Beraterin der Bewohnerinnen sein, insbesondere bei psychischer oder körperlicher Gewalterfahrung oder sexueller Belästigung. Gewählt wird die Frauenbeauftragte von den Bewohnerinnen aus deren Kreis. Für die Zeit, in der dies nicht möglich ist, können die Aufgaben der Frauenbeauftragten auch von einem externen Mitglied des Bewohnerbeirats wahrgenommen werden, das von den Bewohnerinnen gewählt wird. Mit der Schaffung dieser Funktion wurde demnach ein weiteres Organ neben dem Bewohnerbeirat geschaffen, das die Interessen der Bewohnerschaft vertreten soll. Ob eine gewählte Person aus dem Kreis der Bewohnerinnen oder ein weibliches externes Beiratsmitglied diese Funktion tatsächlich erfüllen kann, wird sich zeigen.

Dies sollte Sie aber nicht davon abhalten, in Ihrem Beirat zu überlegen, ob es auch in Ihrem Kreis sinnvoll sein kann, intern ein Beiratsmitglied zu bestimmen, das speziell Ansprechpartner für Gewalterfahrungen oder Belästigungen sein soll. Dies muss ja nicht zwingend nur geschlechtsspezifisch ausgerichtet sein. Auch ein allgemeines Aufgreifen und Kommunizieren dieses Themas kann eine Bereicherung für Ihre Arbeit darstellen. Vorbereitend können Sie in der Geschäftsstelle kostenlos die Handreichung „Gewalt erkannt – Gewalt gebannt – Kritische Situationen in der Pflege“ erhalten