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Mitwirkung bei Maßnahmen zur Unfallverhütung

In der Mehrzahl der Landesheimgesetze und Durchführungsverordnungen ist (wie auch schon in der Heimmitwirkungsverordnung des Bundes) vorgesehen, dass die Beiräte an Maßnahmen zur Unfallverhütung mitwirken dürfen und sollen. Schauen Sie mal in den Gesetzen Ihres Bundeslandes nach, was dort geregelt ist. Die Gesetze finden Sie auf unserer Homepage unter www.biva.de. Viele Beiratsmitglieder haben aber Bedenken, wie sie diesem Auftrag nachkommen sollen, sind sie doch keine Ingenieure oder Unfallexperten. Dies ist auch nicht notwendig! Es genügt, wenn Sie mit offenen Augen durch Ihre Einrichtung gehen. Sie werden sicherlich problematische Ecken finden, bei denen keiner von einer Unfallgefahr ausgeht. Auch gut bewegliche Pflegekräfte nehmen nicht alles wahr. Die zahlreichen Blumenkübel im Gang sehen sicherlich hübsch aus, aber wenn eine gehbehinderte Person deshalb den Handlauf nicht mehr durchgängig nutzen kann, besteht die Gefahr, dass sie stürzt. Für die Blumen gibt es bestimmt auch einen anderen Platz, um sich an ihnen zu erfreuen. Auch lose Teppichkanten, Fußbodenleisten oder Halterungen, die schlichtweg übersehen werden, können Unfälle verursachen. Einige Menschen bedürfen der Unterstützung, wenn der Fahrstuhl aufgeht und sind verwirrt, wenn diese fehlt. Andere übersehen, dass die Reinigungskraft die Staubsaugerschnur quer über den Gang spannt und wieder andere bleiben mit der Gehhilfe an Kanten der Zuwege hängen oder benötigen mehr Sitzplätze in der Außenanlage als vorhanden. Alle diese Dinge können Sie als Beiräte sehen, wenn Sie in der Einrichtung leben oder dort häufig mit offenen Augen durch das Haus gehen und die Menschen beobachten. Und wenn Sie dann entsprechende Maßnahmen zur Abhilfe beantragen, haben Sie Ihre Aufgabe gut erfüllt.

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