Montag, 17. Februar 2014

Neue BIVA-Broschüre: Gewalt erkannt – Gewalt gebannt

Bonn: Als Ergebnis einer Fachtagung veröffentlicht jetzt die Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter (BIVA) e.V. eine Broschüre mit dem Titel „Gewalt erkannt – Gewalt gebannt/Kritische Situationen in der Pflege“, die Interessierte bei der BIVA bestellen können. Die Broschüre richtet sich an Pflegebedürftige, pflegende Angehörige sowie an professionelles Pflegepersonal. Sie soll dazu dienen, typische kritische Situationen in der Pflege zu erkennen, frühzeitig gegenzusteuern und Lösungsansätze zu finden. 

Die Broschüre soll, so die Autorin und Mitarbeiterin der BIVA, Ulrike Kempchen, präventiv dazu beitragen, „dass sich das Risiko für ältere und pflegebedürftige Menschen verringert, in kritischen Situationen Opfer von Gewalt zu werden, indem die Pflegebedürftigen als auch Pflegende selbst erkennen, wann es kritisch wird“. Zwar müsse nicht jede kritische Situation in einem Gewaltakt durch den Pflegenden enden. Aber eine kritische Situation könne potentiell in eine Gewaltanwendung umschlagen.

Diese Gefahr zu erkennen und die Gradwanderung zu vollziehen, die Situation nicht eskalieren zu lassen, stellt eine Herausforderung an die Pflegenden dar. Dazu ist es wichtig zu erkennen, wie schwierige Situationen entstehen, wann sie kritisch werden, welche Formen von kritischen Reaktionen und Gewalt es eigentlich gibt und wie verhindert werden kann, dass sie in  Gewalt umschlagen. Die Broschüre hilft dabei anhand von zahlreichen Praxisbeispielen.

Sie entstand im Rahmen des Projekts „Information und Beratung zur Prävention und Hilfe bei Misshandlung und Vernachlässigung schutzbedürftiger älterer und behinderter Menschen“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde. Die Broschüre kann bei der BIVA kostenlos bestellt werden.

Die BIVA ist ein unabhängiger Interessenverband, der sich seit 1974 für die Stärkung der Rechte von Menschen einsetzt, die Wohn- und Betreuungsangebote im Alter und bei Behinderung in Anspruch nehmen.