Donnerstag, 30. April 2015

Mitwirkung des Beirats bei der Palliativversorgung

Nach der Mehrzahl der Landesheimgesetze gehört die Aufgabe, bei der Förderung der Qualität der Betreuung mitzuwirken, zu den elementaren Rechten der Bewohnervertretungen. Auch die Themen Palliativversorgung und Tod können dazu gehören.
Die Bewohnerschaft sollte wissen, welche Konzepte in der Einrichtung umgesetzt werden, wie die Einstellung des Personals zu Patientenverfügungen aussieht und wie mit Verstorbenen umgegangen wird. Auch wenn die Bewohnervertretungen keinen Einfluss auf Personaleinsatz und Räumlichkeiten nehmen können, sollte doch weitestgehend Transparenz herrschen, wie und ob man sich von liebgewonnenen Mitbewohnern verabschieden kann, ob es Möglichkeiten gibt, die Trauer gemeinsam zu gestalten und wie man selbst im Todesfall begleitet wird.
Die Ausrichtung der Einrichtung wird dabei sicher einen großen Einfluss haben. Den Bewohnern sollte aber z.B. über den Bewohnerbeirat dennoch die Möglichkeit gegeben werden, direkt Einfluss zu nehmen, geht es doch auch irgendwann um ihr eigenes Lebensende.
Lassen Sie sich daher als Bewohnervertretung die Konzeption der Einrichtung für den Sterbefall darstellen und erläutern. Fragen Sie z.B., ob das Personal eine palliative Ausbildung hat oder ambulante Hospizdienste ins Haus kommen, wie der Austausch mit den behandelnden Ärzten gehandhabt wird, wie Verstorbene verabschiedet und gewürdigt werden und welche Bedeutung vorhandenen Patientenverfügungen zukommt. Bringen Sie sich mit Ihren Anregungen, Beschwerden und Erfahrungen ein und sorgen sie Sie damit für eine Umsetzung der Bewohnerwünsche.