Freitag, 10. Mai 2019

Mehr Wertschätzung für Pflegende, genauere Steuerung des Pflegemarktes

12. Mai – Internationaler Tag der Pflegenden

Bonn. Der BIVA-Pflegeschutzbund fordert von Politik und Wirtschaft mehr Wertschätzung für pflegende und begleitende Angehörige sowie alle Menschen, die in der Pflege tätig sind. Immer mehr große Firmen, Konzerne und Aktienunternehmen erkennen den Pflegebereich als Wachstumsmarkt und zielen auf den ökonomischen Nutzen. Wenn Gewinnstreben die Pflege dominiert, leiden alle von der Pflege betroffene Menschen.  Es hat sich gezeigt, dass der freie Markt nicht ohne deutliche Eingriffe für ausreichende und gute Pflege sorgt. Zum Beispiel kann ein Betreiber seine Gewinne dadurch erhöhen, dass er weniger als das vereinbarte Personal einstellt, womit er zugleich Mängel in der Pflege in Kauf nimmt. Hier sorgt der freie Markt für falsche Anreize.

Darauf weist der BIVA-Pflegeschutzbund als Interessenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen am Internationalen Tag der Pflege hin. Er fordert neben einer besseren Bezahlung von Pflegekräften auch Transparenz in der Personalausstattung von Pflegeheimen. Außerdem fordert er weiter reichende Schutz- und Mitbestimmungsrechte auch für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Und er besteht auf der Umsetzung der bestehenden Rechte. Der BIVA-Pflegeschutzbund richtet dabei in diesem Jahr besonders den Blick auf die mangelhafte Durchsetzung der Verbraucherschutzrechte von Pflegebedürftigen.

Denn durch einen wirksamen Verbraucherschutz kann die Qualität der Altenpflege in Deutschland spürbar verbessert werden. Daher veranstaltet der BIVA-Pflegeschutzbund zu diesem Thema eine Fachtagung am 15. Mai in Berlin.