Mittwoch, 01. Januar 1975

Die Anfangsjahre: Neue Aufgaben und Vergrößerung

Die ersten Maßnahmen nach Gründung der BIVA zielten auf mehr Rechtssicherheit und Beteiligung der Betroffenen. Durch Betreiberkonkurse verloren in den 70er-Jahren viele Bewohnerinnen und Bewohner ihr Geld. Zudem gab es ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Rechten von Bewohnern und Rechten, die aus der Trägerschaft erwuchsen. Mitglieder der BIVA beklagten Repressionen und Bevormundung in Seniorenwohnstiften. Sie hatten keine rechtliche Legitimation für eine zu berücksichtigende Mitsprache hinsichtlich der eigenen Lebensumstände.

Schon bei der Ausarbeitung der Rechtsverordnungen zum Bundesheimgesetz vertrat der Verein erfolgreich die Anliegen der Heimbewohner.  Ermutigt durch diesen Erfolg erweiterte der Verein bereits 1975 seinen Aufgabenbereich auf die Wahrnehmung der Interessen aller Heimbewohner. Der Name wurde daher mehrfach angepasst in „Interessengemeinschaft der Bewohner von Altenwohnstiften, Altenwohnheimen und gleichartigen Einrichtungen e.V.“, in „Interessengemeinschaft (Schutzgemeinschaft) der Bewohner von Altenwohnheimen, Altenheimen und gleichartigen Einrichtungen e.V.“ 1976 wurde dann die erste Verordnung erlassen, an der die BIVA mitgearbeitet hatte, die Heimmitwirkungsverordnung.

Solidarisierung wurde von den Gründern der BIVA als probates Mittel zur Veränderung erkannt. Die Zahl der Mitglieder wuchs rasch, so zählte der Verein laut Jahresbericht 1977 bereits 2000 Mitglieder.

1979 richtete die BIVA ihre erste Geschäftsstelle ein. Die Leitung übernahm Frau Rechtsanwältin Frauke Gielen aus Bonn. Am 8. Juni 1979 erfolgte der Eintrag in das Vereinsregister.