Freitag, 09. Februar 2018

Beiratsarbeit als Mittel zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft

Nach der Mehrzahl der Landesheimgesetze gehört die Mitwirkung bei der Förderung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu den Aufgaben des Beirats. Viele Beiratsmitglieder haben aber eigentlich gar keine Vorstellung davon, wie dies gelingen kann. Tatsächlich empfinden sie „ihr Heim“ als einen abgeschlossenen Mikrokosmos, in dem Menschen leben, die eines gewissen Schutzes bedürfen.

Dennoch darf man nicht außer Acht lassen, dass das Leben sich nicht nur „vor der Tür“ abspielen sollte. Viele Anbieter öffnen sich daher aktiv dem Quartier und laden im Rahmen von Festen die Nachbarschaft ein, kooperieren mit Kindergärten und Schulen oder bieten auch Externen die Nutzung von z.B. Fitnessräumen oder Schwimmbädern an.

Damit diese Möglichkeiten nicht nur Modelle bleiben und ihren konstruierten Charakter verlieren, sollte der Beirat sich aktiv einbringen und noch vorhandene Ressourcen der Bewohner nutzen. Auf diese Weise zeigt sich, dass auch pflegebedürftige Menschen sehr viel können. Der Kreativität des Beirats sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob es darum geht, mit dem benachbarten Kleingartenverein gemeinsame Beete zu schaffen, die ganz nebenbei noch Gemüse für den Mittagstisch liefern, oder kognitiv leistungsfähige Bewohner ehrenamtlich jüngere Bewohner des Quartiers beraten. Sehen Sie sich unter Ihren Mitbewohnern um, bringen Sie in Erfahrung, welches Potential Sie in der Einrichtung haben, und knüpfen Sie als Beirat Kontakte mit der Nachbarschaft. Besuchen Sie Feste und Märkte und zeigen Sie sich, damit „das Heim“ nicht einfach außen vor bleibt.